Donnerstag, es regnet, 17 Uhr in Leverkusen (mal wieder Regen in Leverkusen). Große Einladungen zum Elternsprechtag. Termin mit der Mama erledigt. Die armen Pädagogen mussten heute mal bis 18 Uhr arbeiten. Mein Beileid. Da haben die doch sonst immer schon den Nachmittagsschlaf 5 Stunden hinter sich! Zufällig ruft der Papa an und fragt die Kleine am Telefon „Und Lara, wie war der Elternsprechtag?“ … „Also Papa, Mathe ist nicht so gut! Mal rechnen geht so…aber Plus und Minus ist nicht so gut“
So, dem Pädagogen mal gedanklich auf die Schulter geklopft… es ist vollbracht. Eine kleine Zweitklässlerin war auf dem Elternsprechtag und alles was hängen blieb ist diese Aussage. Ich dachte wir leben in dem Zeitalter wo die Kinder im Diktat mit 100 Wörtern nicht mehr 5 Fehler sondern 95 richtige Wörter haben. Warum erzählt man der Kleinen nicht…. „Schreiben ist super Lara, Lesen auch!“ und wenn die Kleine zur Schule gebracht wird, erzählt man den Erziehungsberechtigten (oder wer die Kleine im Zeitalter von Patchwork oder Supernannys – O.K. oder in der Rütlischule der Polizeibeamte sonst zur Schule bringt) was die Kleine in Mathe für eine große Karriere anstrebt. Sorry, liebe Frau Lehrerin, hier fällt mir nur eins zu ein. „Setzen, Sechs! Elternsprechtag durchführen ist nicht so gut!“ - auch auf die Gefahr hin, dass das jetzt das einzige ist, was die Leser dieses Blogs jetzt aus diesem Eintrag mitnehmen.
10. Dezember 2006 um 15:55 |
Hoffentlich lässt sich die kleine Lara-Sophie dadurch nicht entmutigen. Leider ist die Zahl der Lehrer, die Ihren Beruf verfehlt haben grüßer, als die der, die es wohl als eine Art Berufung empfinden. Vielleicht können wir die Lara ja bei einer Kampagne gegen ihre (möchte gern) Lehrer unterstützen. Bin gerne dabei.
Von hier aus auch einen schönen Gruß an die“Pädagogik-Gehilfen“ aus meiner Schulzeit. Wie, z.B. den lieben Herrn Angenvoort aus meiner Grunschule, der es vorgezogen, hat die absoluten Mathe-Nieten (dessen Vorsitzender ich war, bis zum letzetn Tag in einer Schule) vor versammelter Klasse an den Pranger zu stellen. Hoffentlich laufe ich Ihnen heute nicht mehr über den Weg. Oder hoffentlich doch? Ganz ruhig Carsten. Auch einen Gruß an die Lehrer, die es vorgezogen haben sich zu kümmern. Sowohl fachlich als auch menschlich. Danke Frau Wegner, danke Herr Berlett, danke Herr Brings.
Also Lara: Als ich Dich das letzte mal mit Zahlen habe jonglieren sehen, war ich echt begeistert! Weiter so!!!
Der Onkel